Wenn du schon einmal gesehen hast, wie ein Grammy-Moderator, ein Nachrichtensprecher oder ein YouTuber einen langen Text vorgetragen hat, ohne auch nur einmal „ähm“ zu sagen oder einen Blick auf seine Notizen zu werfen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er einen Teleprompter benutzt hat.
Ein Teleprompter ist ein Anzeigegerät, das vor dem Kameraobjektiv einen durchlaufenden Text anzeigt und so positioniert ist, dass der Sprecher sein Skript lesen kann, während er direkt in die Kamera blickt. Aus Sicht des Zuschauers wirkt dies wie natürlicher Augenkontakt. Aus Sicht des Sprechers stehen die Worte genau dort, im richtigen Tempo, ohne dass er sich etwas merken muss.
Die zentrale Komponente ist eine Scheibe aus teilreflektierendem Glas, ein sogenannter Strahlteiler, der schräg vor dem Kameraobjektiv angebracht ist. Auf einem Bildschirm hinter dem Glas wird der Lauftext angezeigt. Der Sprecher kann die Wörter deutlich sehen. Die hinter dem Glas positionierte Kamera blickt direkt hindurch, sodass der Text im aufgezeichneten Material nie zu sehen ist.
Der Text läuft mit einer festgelegten Geschwindigkeit ab, die in der Regel an das natürliche Sprechtempo des Redners angepasst ist. Bei den meisten modernen Teleprompters lässt sich die Laufgeschwindigkeit über eine Software auf einem angeschlossenen Computer, eine Fernbedienung oder ein Steuergerät wie Stream Deck steuern.
Die meisten Teleprompter auf dem Markt lassen sich in zwei Kategorien einteilen.
Die erste Variante ist eine Rahmen-und-Glas-Konstruktion, bei der Sie Ihr eigenes Tablet als Bildschirm bereitstellen müssen. Die meisten Nutzer verwenden ein iPad. Man befestigt es an der Halterung, lädt eine Drittanbieter-App herunter und führt von dort aus das Skript aus. Die Halterung selbst mag preiswert erscheinen, aber ein iPad kostet bereits ab etwa 329 US-Dollar, noch bevor man eine kompatible App oder eine separate Fernbedienung für die Bildlaufsteuerung mit einberechnet. Bis man eine voll funktionsfähige Konfiguration hat, ist die Gesamtsumme oft höher, als es zunächst den Anschein hat. Das bedeutet auch, dass vor jedem Dreh ein paar zusätzliche Dinge eingerichtet, aufgeladen und verwaltet werden müssen.
Die zweite Variante ist ein All-in-One-System mit integriertem Display, das direkt an Ihren Computer angeschlossen wird. Alles, was Sie brauchen, ist im Lieferumfang enthalten: das Glas, das Display und die Software. Sie müssen kein iPad kaufen, keine App eines Drittanbieters konfigurieren und keine separate Fernbedienung suchen. Diese Systeme sind in der Regel teurer als ein einfaches Rahmen-und-Glas-Setup allein, aber wenn man bedenkt, dass Sie kein zusätzliches Tablet kaufen müssen, sind die Gesamtkosten oft vergleichbar oder sogar niedriger. Außerdem profitieren Sie von einer einfacheren, schnelleren Einrichtung mit weniger Geräten, die Sie verwalten müssen.
Teleprompter sind nicht nur für das Fernsehen gedacht. Nachrichtensprecher und Moderatoren von Preisverleihungen sind die bekanntesten Beispiele, doch dasselbe Werkzeug wird auch von Videokünstlern genutzt, die Tutorials und geskriptete Inhalte aufnehmen, von Profis, die Schulungsvideos oder Unternehmensmitteilungen drehen, von Moderatoren bei Videokonferenzen, die Augenkontakt halten und gleichzeitig ihre Gesprächspunkte im Blick behalten möchten, sowie von Streamern, die den Live-Chat im Auge behalten wollen, ohne den Blick von der Kamera abzuwenden.
Wenn Sie sich selbst vor der Kamera aufnehmen und Ihre Worte natürlich vortragen möchten, ohne einen Text auswendig zu lernen, ist ein Teleprompter eine Überlegung wert.
Der unmittelbarste Vorteil ist der Blickkontakt. Wenn Sie von einem vor der Kamera aufgestellten Teleprompter ablesen, schauen Sie die ganze Zeit in die Kamera. Auf Ihr Publikum wirkt das selbstbewusst und souverän.
Darüber hinaus verringern Teleprompter den Bedarf an mehreren Aufnahmen. Weniger Fehler, weniger Nachbearbeitung, schnellere Fertigstellung. Für alle, die regelmäßig Aufnahmen machen, macht sich das schnell bemerkbar.
Wenn Sie bereit sind, eines auszuprobieren, bietet Elgato zwei Modelle an, die speziell für den Einsatz am Schreibtisch und im Studio entwickelt wurden und bei denen alles im Lieferumfang enthalten ist.
Prompter ist für Desktop-, Webcam-, spiegellose und DSLR-Setups konzipiert. Dank des integrierten 9-Zoll-Displays sind weder Tablet noch Smartphone erforderlich. Schließen Sie das Gerät über ein einziges USB-C-Kabel an Ihren Computer an, und es funktioniert wie ein zusätzlicher Monitor. Ziehen Sie ein beliebiges Fenster auf den Bildschirm, und es erscheint auf dem Teleprompter-Glas vor Ihrem Objektiv – egal, ob es sich um Ihr Skript, Zoom, Teams oder etwas anderes handelt.
Der Prompter XL ist für größere Aufbauten und größere Aufnahmedistanzen konzipiert. Sein abnehmbares 15,6-Zoll-Full-HD-Display mit einer Helligkeit von 600 Nits sorgt dafür, dass der Text auch aus größerer Entfernung und unter Studiobeleuchtung gut lesbar bleibt. Der verstärkte Rahmen ist für schwerere Kameras ausgelegt, lässt sich auf einem Stativ oder einem C-Stativ befestigen, und das Display kann abgenommen und als Ersatzmonitor verwendet werden, wenn gerade nicht gedreht wird.
Beide laufen über Camera Hub, die kostenlose Software von Elgato für PC und Mac. Sie verwaltet Skripte, Scrollgeschwindigkeit, Kameraeinstellungen und die Anzeige des Twitch-Chats an einem Ort. Nutzer von Stream Deck können die Scrollgeschwindigkeit über ihre Tasten oder Drehregler steuern, ohne die Software zu öffnen. Prompter XL unterstützt zudem Voice Sync, wodurch der Text automatisch mit dem Sprechen mitläuft (erfordert eine NVIDIA RTX 2060 oder neuer bzw. einen Apple M1 oder besser).
Prompter eignet sich gut für die meisten Desktop- und Streaming-Konfigurationen. Prompter XL ist die bessere Wahl, wenn Sie ein größeres Display, eine stabilere Kamerahalterung oder einen größeren Aufnahmebereich benötigen.
Wenn eine Komplettlösung das Richtige für Sie zu sein scheint, sollten Sie sich „Prompter“ und „Prompter XL“ auf elgato.com einmal ansehen.
PRODUKTE IM ARTIKEL